Urlaubsvorbereitung

Unser diesjähriger Sommerurlaub vom 29. Mai bis 13. Juni 2014 sollte uns ursprünglich in die Toskana und auf Elba führen. Aus welchen Gründen auch immer, haben wir uns ca. 5 Wochen vor Urlaubsbeginn für Kroatien entschieden. Wir möchten nun Istrien mit den Hunden erkunden. Da die Zeit knapp wurde, habe ich in diversen Facebookgruppen nach Tipps gefragt, auch was die Reiseroute über den Loiblpass angeht. Da es so viele unterschiedliche Meinungen gab, habe ich beschlossen, ich muss meine eigenen Erfahrungen diesbezüglich machen, dazu aber später mehr.

Da wir vor Kurzem auf einen Kastenwagen umgestiegen sind, war ich etwas skeptisch, was die Zuladung betrifft. Man täuscht sich ja schon gewaltig, was einige Sachen wiegen. Und da wir ihn jetzt zum ersten Mal richtig beladen, mussten wir schauen, dass wir irgendwo mal auf die Waage können. Bei Frankenrohstoff Interseroh in Schweinfurt war das kein Problem und in vollgeladenem Zustand hatten wir noch ca. 150 kg nach oben Luft, bis die 3,5 t errreicht sind.

Einige Tage vorher waren wir noch beim ADAC, um uns die Vignetten für Österreich und Slowenien zu besorgen. Die Dame hatte wohl nicht wirklich viel Ahnung, denn sie wollte uns weis machen, dass wir für Slowenien die Plakette 2B benötigen, aufgrund der Fahrzeughöhe von über 1,30 m an der Vorderachse. Erst nachdem ich Bedenken äußerte, fragte sie bei ihrem Kollegen nach und wir konnten die 2A erwerben, denn der Kastenwagen ist ja schließlich als Sonder-KFZ Wohnmobil eingetragen. Auch beim Erwerb der Videomaut für den Tauern- und Katschbergtunnel wusste sie nicht wirklich, wie breit die Spur ist. Sie meinte, mit Ihrem Auto müsste es gehen. Was sind das nur für Aussagen? Nach eigenen Recherchen im Internet wusste ich dann, dass die Videomaut-Spur 2 m breit ist. Die Maße unseres Ducatos betragen allerdings 2,05 m. Glücklicherweise können bei oben genanntem Tunnel auch die anderen Fahrspuren zur Videomaut genutzt werden. Da wir mit Hunden reisen, fragten wir auch nach den Ein- und Ausreisebestimmungen für Haustiere. Auch hier irrte die Dame, denn sie meinte, wir bräuchten eine Tollwuttiterbestimmung. Dies ist jedoch nur notwendig, wenn man aus einem Nicht-EU-Land einreist. Wir waren beim ADAC in Schweinfurt, deshalb kann man die Kompetenz der Mitarbeiter sicherlich nicht verallgemeinern.

Unsere Reiseroute stand fest. Über München sollte es Richtung Salzburg gehen und in Kärnten übernachten wir in Ferlach, bevor es am nächsten Tag weiter über den Loiblpass nach Slowenien und letztendlich nach Kroatien geht.

Es geht los!

Nachdem das Wohnmobil gestern vollständig beladen wurde, sah es auch schon aus, als wäre es zwei Wochen in Benutzung gewesen. Der Regen hörte einfach nicht auf. Also noch mal schnell durchwischen. Wie üblich kamen wir auch erst ungefähr eine Stunde später weg, als ursprünglich geplant. Es fällt einem dann doch noch ein, was so alles noch mitgenommen werden könnte :-) Nach der zweiten Tasse Kaffee war es dann aber so weit. Der Regen machte eine kurze Pause und so konnten wir die Hunde erst mal auf ihren Plätzen für die lange Fahrt sichern.

Startklar!
Startklar!

Die Reise konnte beginnen. Es begann nun auch wieder zu regnen, was die Fahrt recht anstrengend machte. Anfangs ging es noch recht zügig voran, aber die A9 Richtung München war dann doch recht voll. So zu fahren macht irgendwie überhaupt keinen Spaß. Zwischendurch legten wir deshalb immer mal eine kurze Kaffeepause ein. Die A8 nach Salzburg war auch noch nicht viel besser, erst in Österreich wurde die Autobahnfahrt entspannter. Immer noch Regen, sagten sie im Radio: “Klagenfurt 20° und sonnig”, irgendwie kann man das gar nicht so richtig glauben, denn kurz nach Salzburg haben wir gerade mal 12° und Dauerregen. Aber je weiter südlicher wir kamen um so mehr lockerte es auf und die Sonne zeigte sich schon mal. Unsere Laune wurde dann auch besser, denn am Wörthersee angekommen, sehen wir nur noch blauen Himmel und Sonnenschein :-) Wir fuhren weiter bis nach Ferlach auf den Wohnmobilstellplatz. Weitere Informationen zum Stellplatz haben wir in einem separaten Beitrag zusammengefasst. Die Fahrt war anstrengend und nach dem Essen gingen wir nur noch eine kleine Runde mit unseren Hunden und danach war Schlafen angesagt.

Stellplatz Ferlach in Kärnten /Österreich
Stellplatz Ferlach in Kärnten /Österreich

Istrien, wir kommen!

Die Nacht auf dem Platz war ruhig und der Schlaf erholsam. Nach dem Frühstück kamen wir dann so gegen 7:30 Uhr vom Platz. In einem nahe gelegenen Supermarkt kauften wir noch ein paar Vorräte, danach setzten wir unsere Fahrt über die Loiblpasstraße fort. Wie eingangs schon erwähnt, gingen hier die Meinungen in den Facebookgruppen gewaltig auseinander, die meisten fahren dann wohl doch durch den Karawankentunnel. Wir sind froh, dass wir den Pass gewählt haben, und für ein Wohnmobil mit ausreichender Motorisierung stellt er auch überhaupt kein Problem dar. Mal abgesehen davon, dass hier auch Reisebusse verkehren. Nach dem Loiblpasstunnel nutzen wir auf slowenischer Seite erst mal die Gelegenheit um Tabak zu kaufen, im Anschluß gehen wir mit unseren Hunden dort auch noch eine kleine Morgengassirunde.

Loiblpasstunnel
Loiblpasstunnel
Kleine Morgengassirunde
Kleine Morgengassirunde

Danach geht es weiter, zunächst den Pass wieder runter, und dann auf die A2 Richtung Ljubljana, von dort weiter auf der A1 nach Koper. Bei Koper endet die Autobahn und bis zur kroatischen Grenze ist es nicht mehr weit. Hier geht auch alles recht schnell, Pässe raushalten (Hundeimpfpässe waren für die Grenzer nicht von Interesse) und weiter ging es. Wir nutzen die erste Möglichkeit zum Abbiegen nach links und fuhren so durch das Hinterland von Istrien. Einfach ein bisschen Landschaft genießen :-) Unser Ziel war der Campingplatz Runke bei Premantura. Wir besichtigten den Platz sehr lange, aber keiner der Plätze war geeignet, um ein Wohnmobil darauf abzustellen. Selbst mit Zelt wollte ich dort nicht drauf. Solch eine Schräglage habe ich ja noch nie gesehen. Da wir mit der ACSI-Card unterwegs waren, war die Auswahl der Campingplätze etwas eingeschränkt. Wir fuhren weiter auf Camping Stupice. Dort konnte man gerade stehen und er ist auch der bessere Ausgangspunkt für Wanderungen oder Spaziergänge auf Kap Kamenjak. Nachdem wir unseren Tisch und Stühle aufgebaut hatten, wurden wir erst mal mit einem Gewitterschauer begrüßt, das geht ja gut los. Eine halbe Stunde später hat man davon aber nichts mehr gespürt und die Sonne kam wieder raus. Zeit für uns, mit den Hunden noch eine Runde zu laufen. Vom Camping kommt man direkt auf die Halbinsel Kamenjak und ist gleich mitten in der Natur. Für unseren Cosmo haben wir auch gleich eine geeignete Badestelle gefunden. Im Anschluß gingen wir wieder zurück und es gab Abendessen. Es wurde zwar noch recht frisch am Abend, aber uns hat das Gegrillte trotzdem gut geschmeckt.

Unseren Jungs gefällt es :-)
Unseren Jungs gefällt es :-)
Strandbereich
Strandbereich

 

Unterwegs auf Kap Kamenjak

Nach einem ausgiebigen Frühstück vor dem WoMo, genossen wir erst mal ein wenig Sonne. Es herrschte eine Temperatur von etwa 22°, fühlte sich allerdings wesentlich kühler an durch den leichten Wind. So langsam wurde es aber Zeit, dass auch die Hunde auf ihre Kosten kamen. Wir gingen zunächst an die Badestelle, die wir gestern schon für unseren Cosmo entdeckt hatten, und der nahm die Einladung natürlich gleich an und schwamm ein wenig.

Cosmo, die Wasserratte :-)
Cosmo, die Wasserratte :-)

Wir schlenderten weiter die Küste entlang und kamen immer wieder an schöne Buchten, die aber meist schon belegt waren.

Kap Kamenjak
Kap Kamenjak

Nach einiger Zeit ragt eine kleine Halbinsel ins Meer hinein, diese war fast menschenleer und so konnten unsere Hunde auch mal ohne Leine sein und Spaß haben. Cosmo ging baden, während unser Yassou genüsslich auf einen gedörrten Seeigel kaute ;-)

Yassou (auch Frosch genannt)
Yassou (auch Frosch genannt)
gedörrter Seeigel muss klasse schmecken ;-)
gedörrter Seeigel muss klasse schmecken ;-)
Iris mit Cosmo und Shiva
Iris mit Cosmo und Shiva

Wir liefen noch ein Stück weiter und suchten und fanden unseren ersten Cache in Kroatien. Zurück wählten wir den selben Weg und wir tranken an einer Bar noch Cappuccino und genehmigten uns ein Eis.  Am Abend besuchten wir das platzeigene Restaurant. Die Vorspeise war sehr lecker, doch die beiden Hauptgerichte hätten besser sein können. Danach machten wir noch einen kleinen Spaziergang nach Premantura, doch das Dörfchen hatte nicht wirklich viel zu bieten und wir traten wieder den Rückweg zum Campingplatz an. Gemütlich bei einem Bierchen ließen wir den Abend ausklingen.

Auf den Spuren der Saurier

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück erkundeten wir die westliche Seite von Kap Kamenjak. Es ging auf den Dinosaurierpfad. Auf Info-Tafeln und Sauriermodellen wird die damalige Zeit dargestellt.

Insektenhotel
Insektenhotel
Sauriermodell
Sauriermodell

Weiter auf dem Küstenpfad entlang kommen wir an eine passende Stelle, an der die Hunde auch mal wieder ein wenig planschen können :-)

Aussicht vom Küstenpfad
Aussicht vom Küstenpfad
Badepause
Badepause

Nachdem sich die Hunde ausgetobt haben, gingen wir weiter und kamen wieder an einer Bar vorbei. Dort gönnten wir uns ein Radler, bevor wir uns wieder auf den Rückweg zum Campingplatz machten. Wieder am Platz angekommen, dauerte es nicht lange und ein Gewitterschauer kam herunter. Danach wurde es wieder sonnig und der restliche Tag wurde mit Relaxen verbracht. Am Abend machte ich mit Cosmo noch einen kleinen Spaziergang, suchte noch einen Cache, und kam noch an eine Stelle, wo man einen schönen Sonnenuntergang beobachten kann. Dafür war ich allerdings ein wenig zu spät.

Nach dem Sonnenuntergang
Nach dem Sonnenuntergang

 

 Weiter nach Banjole

Da die ACSI-Card von Camp Stupice nur bis 02. Juni 2014 akzeptiert wurde, fuhren wir nun weiter. Nur ein paar Kilometer weiter befindet sich das Autocamp Peskera, welches die nächsten Tage unser Zuhause ist. Wir nahmen den einzigen ACSI-Stellplatz, der noch zu haben war. Zum Glück gab es die nächsten Tage keinen Regen, denn der Platz war durch ein Vorzelt, welches zuvor hier stand, doch arg ramponiert.

Unser Stellplatz auf Camp Peskera
Unser Stellplatz auf Camp Peskera
Ausblick von unserem Stellplatz
Ausblick von unserem Stellplatz

Nachdem wir uns auf dem Platz häuslich eingerichtet hatten, waren nun auch endlich die Hunde an der Reihe. Schon bei der Anfahrt war klar, so einfach, wie auf Camp Stupice, wird es hier nicht. Hier in Banjole ist doch schon alles ziemlich zugebaut und man muss schon ein ordentliches Stück laufen, bis man in der Natur landet. Wir erkundeten also die nähere Umgebung. Auf der Zufahrtstrasse zum Campingplatz gingen wir also zurück und entdeckten nach ein paar hundert Meter linkerhand eine Schotterstraße, der wir nun folgten. Wir landeten am Meer und Cosmo konnte sogleich die Gelegenheit nutzen und schwamm ein paar Runden. Auf dem selben Weg ging es im Anschluss wieder zurück zum Campingplatz. So langsam stiegen die Temperaturen von Tag zu Tag und den restlichen Nachmittag verbrachten wir deshalb auch mit Relaxen. Am platzeigenen Strand stellten Hunde auch  kein Problem dar und sie durften zwischendurch auch mal eine Abkühlung nehmen.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück gingen wir mit unseren Hunden wieder den Weg zu der Schotterstraße, denn gestern sahen wir, dass an deren Ende links und rechts Pfade entlang führten. Wir wählten den rechten Weg und kamen immer wieder an schöne, menschenleere Buchten. Weiter durch den schattigen Wald kommen wir an einen kleinen Hafen. Jetzt gegen Mittag wurde es ganz schön heiß und wir beschlossen, dass wir wieder zurückgehen. Zurück am WoMo gönnten wir uns ein kühles Radler, auch die Hunde waren etwas erschöpft und suchten sich ein schattiges Plätzchen unter dem Wohnmobil.

Schöne Bucht
Schöne Bucht

 Das Camp Peskera ist ein idealer Platz zum Ausspannen, und so tun wir das auch :-) Die Nachmittage werden mit Baden, Lesen und Schlafen verbracht. Kultur gibt es in diesem Urlaub nicht. Am Abend testeten wir mal das Bistro auf dem Campingplatz. Die Speisen waren gut, nicht mehr und nicht weniger. Wir nutzten auch gleich die Gelegenheit, mal ins Internet zu gehen, denn wenn man das Bistro besucht, bekommt man ein Passwort für das WLan. Den Abend ließen wir dann bei einem Bierchen vor dem WoMo ausklingen.

Die Tage vergehen wie im Fluge und heute gingen wir mal in die andere Richtung. Wir verließen den Platz am “Hinterausgang” und gelangen so recht zügig auf die andere Seite. Zunächst geht es auf eine asphaltierten Straße, danach weiter auf Schotter. Auf schön ausgebauten Pfaden liefen wir an der Küste entlang und konnten immer wieder schöne Ausblicke genießen. Als wir am Hafen ankamen gingen wir nach links und am Sportgelände wieder links, so konnten wir wieder durch den Schatten spendenden Wald zurück. An einer Bar genehmigten wir uns noch ein leckeres Radler, bevor es wieder zurück auf den Campingplatz ging, um den Nachmittag mit Nichtstun zu verbringen.

Iris mit Hunden
Iris mit Hunden

Eigentlich sollte es nun weiter gehen, aber wir verspürten noch nicht so richtig Lust dazu, also blieben wir noch einen Tag länger hier. Wie wir zwischenzeitlich von unseren Stellplatznachbarn erfahren haben, führt am benachbarten Autocamp Indije ebenfalls ein Weg entlang. Diesen erkundeten wir also. Wir kamen wieder an unsere Schotterstraße und wir gingen den schon mal gelaufenen Pfad entlang, und suchten uns eine schöne Bucht, wo die Hunde auch mal planschen können.

Yassou in Spiellaune
Yassou in Spiellaune
Ausblick von der Bucht
Ausblick von der Bucht
Yassou, Cosmo und Shiva
Yassou, Cosmo und Shiva

Nach einem doch recht langem Aufenthalt machten wir uns auf den Rückweg. An der Schotterstraße angekommen, wählten wir nun den linken Pfad. Wir durchquerten das Autocamp Indije ein Stück, bis wir über eine Treppe an den Strand kamen. Das letzte Stück ging es dann über einen recht beschwerlichen, felsigen Strandabschnitt, bis wir wieder auf unserem Campingplatz waren.

Ins Autocamp Medveja

So langsam wurde es Zeit, wieder ein Stückchen weiterzufahren. Zuerst fuhren wir allerdings den nächsten Konzum an, um unsere Lebensmittelvorräte wieder ein wenig aufzustocken. Danach ging es für uns über die Küstenstraeße Richtung Kvarner Bucht. Am Fuße des Ucka Nautrparks checkten wir ins Autocamp Medveja ein.

Auf dem Weg zum Autocamp Medveja

Das Autocamp Medveja hatte im Netz wirklich schlechte Bewertungen. Im Nachhinein kann ich diese Bewertungen aber so nicht bestätigen. Wer Luxus erwartet ist dort definitv falsch, aber ansonsten war alles funktionsfähig.

Wir suchten uns ziemlich am Ende des Platzes eine gemütliche Parzelle und entgingen so auch jeglichem Trubel. Mit den Hunden konnte man gut nach hinten den Campingplatz verlassen, was wir auch gleich  nach der Ankunft machten. Anschließend besuchten wir am Abend auch gleich das zugehörige Restaurant.

Wanderung nach Lovranska Draga

Der nächste Tag begann sonnig und man spürte schon, dass es heute noch wärmer wird, als die Tage zuvor. Für heute stand eine Wanderung nach Lovranska Draga auf dem Programm. Eigentlich wollten wir zu dem dortigen Wasserfall.

Nach dem Frühstück packten wir die Rucksäcke und begaben uns mit den Hunden zum “Hinterausgang” des Campingplatzes. Die ersten paar Meter liefen wir noch auf bequemem Forstweg. Danach wies uns eine Tafel nach rechts auf einen schmalen und steinigen Bergpfad. Anfangs wanderten wir im Schutz von Bäumen, doch sobald die Sonne durch das Blätterdach drang, hielt man die Hitze kaum noch aus. Zwichendurch reichten wir den Hunden immer wieder Wasser. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreichten wir einen Aussichtspunkt mit Bänken und einem Tisch. Dies nutzten wir auch gleich zu einer Rast.

Wir überlegten, ob wir die Tour aufgrund der Hitze abbrechen und wieder zurück zum Campingplatz gehen. Auch den Hunden war anzumerken, dass sie nur wenig Lust hatten weiterzulaufen. Letzten Endes gingen wir aber doch weiter. Zunächst noch in der prallen Sonne kamen wir bald in einen schattenspendenden Wald, was die Wanderung wieder angenehmer machte. Wir kamen auf einen Wiesenpfad und kurze Zeit später hatten wir Lovranska Draga erreicht. Dort wurden wir von einer Bank empfangen, und daneben stand ein Trinkwasserbrunnen, an dem wir sogleich unsere Wasserflaschen füllten.

Rechts würde es jetzt weiter zum Wassfall gehen. Wir verzichteten und gingen nach links. So entdeckten wir die Konoba Lovranska Draga. Eigentlich hatte sie geschlossen, doch wir durften trotzdem Platz nehmen. Wir bestellten Radler und genossen dabei die Aussicht in die Bucht von Medveja. Anschließend gingen wir auf dem selben Weg zurück zum Campingplatz.

Abends gingen wir nochmal an den Strand, der sich gleich gegenüber von Camp Medveja befindet. Hunde sind dort eigentlich verboten, aber nach 18 Uhr, wenn offiziell geschlossen wurde, konnte man dort hin. Cosmo nutzte sogleich die Gelegenheit und schwamm ein paar Runden.

Relaxen auf Camp Medveja

Die gestrige Wanderung steckte uns noch in den Knochen, deshalb gab es heute auch nur kleine Gassirunden mit den Hunden. Ansonsten machten wir es uns auf dem Liegestuhl gemütlich. Später spielten wir noch ein paar Runden Boccia mit unseren französischen Campingplatznachbarn. Abends besuchten wir nochmal das Restaurant.

Zum Limski-Kanal

Am nächsten Tag räumten wir alles zusammen und tankten nochmal Wasser. Danach checkten wir aus und fuhren wieder an die Westküste Istriens. Dort wollten wir an den Limski-Kanal. Wir parkten unser Wohnmobil und liefen mit den Hunden ein Stück zur Romualdo-Höhle. Unten war allerdings ein Hinweis angebracht, dass die Höhle derzeit geschlossen hat. Also verzichteten wir auf den steilen Aufstieg und gingen wieder zurück. Wir schlenderten noch etwas am Kanal entlang, gönnten uns ein Eis und statteten den Souvenirläden einen Besuch ab.

Boote am Limski-Kanal
Am Limski-Kanal

Mittlerweile war es schon wieder so heiß, dass man keine Lust mehr auf Unternehmungen hatte. Deshalb machten wir uns auch gleich an die Campingplatzsuche. Zunächst fuhren wir den Camping Mareda an. Die Rezeption hatte noch geschlossen, als hieß es warten. Nachdem sie endlich geöffnet hatte, herrschte dort Andrang, wir waren nicht die einzigen, die auf den Platz wollten.

Wir machten einen Rundgang über den Platz, besser gesagt, wir eilten über den Campingplatz, denn unsere Hunde warteten schließlich im Wohnmobil. Der Platz war riesig und wir konnten uns damit so überhaupt nicht anfreunden. Wir beratschlagten, wo wir nun hinfahren. Da wir es nicht so genau wussten, fuhren wir einfach mal die Küstenstraße in Richtung Norden entlang.

Camping Finida

So landeten wir schließlich auf Camping Finida. Dieser Platz war eher nach unserem Geschmack. Klein und ruhig im Gegensatz zu den großen Resorts. Hier verbrachten wir noch zwei Nächte und lernten Marlies und Michael kennen. Den beiden ging es so wie uns. Sie haben sich zwar nicht Camping Mareda angeschaut, sie sind aber vom CampingPark Umag geflüchtet ;-) und schließlich hier gestrandet.

Die Tage wurden mittlerweile richtig heiß, es wehte nicht mal ein Lüftchen. So liefen wir mit den Hunden nur kurze Runden, einmal in den kleinen Ort Sveti Ivan, den nächsten Tag hielten wir uns an die andere Richtung und schlenderten am Meer entlang. Ansonsten hieß es nur Baden und Lesen.

Blick zum Camping Finida
Blick zum Camping Finida bei einer kleinen Wanderung
Kirche Sveti Ivan
Kirche in Sveti Ivan

Urlaubsabschluss in Slowenien

Nach zwei Tagen auf Camping Finida wurde es Zeit, wieder ein Stück weiter in den Norden zu fahren. Der Urlaub neigte sich langsam dem Ende. Wir fahren zunächst an den nordwestlichsten Zipfel Istriens und erkundeten dort einen Lostplace. Dafür parkten wir das Wohnmobil unter Bäumen und spazierten mit den Hunden durch Wald und Flur.

Wohnmobil unter Bäumen
Wohnmobil unter Bäumen

In den Triglav Nationalpark

Nach unserer kurzen Wanderung verabschiedeten wir uns von Kroatien und fuhren weiter nach Slowenien. Auf der Autobahn kamen wir zügig voran. Unser Ziel war Camp Danica am Triglav Nationalpark im Bohinj-Tal. Den Tipp bekamen wir von Christian aus einer Facebook-Gruppe, der auch gerade auf dem Platz war.

Auch in Slowenien war es ziemlich warm und unsere Aktivitäten beschränkten sich auf kleine Spaziergänge in der Nähe des Campingplatzes.

Forstweg Bohinska Bistrica
Spaziergang in der Nähe von Camp Danica

Abends trafen wir uns noch mit Christian und seiner Frau auf ein Bierchen.

Der nächste Tag war zwar warm, aber verregnet. Wir saßen unter unserer Markise, Iris las ein wenig und ich öffnete mal das Laptop.

Wieder zurück in die Heimat

Nach zwei Tagen auf Camp Danica wurde es Zeit für die Heimreise. Wir fuhren noch ein Stück weiter ins Tal an den Bohinj-See für einen kleinen Spaziergang. Der Himmel war wolkenverhangen, deshalb hielt sich die Lust auch in Grenzen. Von der Gegend hier waren wir allerdings begeistert.

Bohinj-See
Bohinj-See mit wolkenverhangenem Himmel

Kaum waren wir zurück im Wohnmobil, so kämpfte sich die Sonne durch die Wolken. Wir mussten trotzdem Abschied nehmen und fuhren über den Loiblpass zurück nach Österreich. Dort ging es für uns auf die Autobahn Richtung Deutschland und schließlich nach Hause.

Fazit unserer Wohnmobil-Tour nach Istrien

Unsere Urlaubs-Tour nach Istrien war kurz gesagt super. Der Wettergott war uns wohlgesonnen und die Temperaturen waren für Ende Mai Anfang Juni schon relativ hoch.

Auch die Passfahrten über den Loiblpass waren entspannt und überhaupt kein Problem. Ich verstehe um ehrlich zu sein, die negativen Aussagen darüber nicht so ganz. Meine Meinung dazu: ist das Wohnmobil ausreichend motorisiert, braucht man sich keine Gedanken zu machen.

Das war unsere erste Tour nach Kroatien, aber sicherlich nicht die letzte. Auch Slowenien hat uns sehr gut gefallen, sodass wir gleich unseren nächsten Urlaub dort verbracht haben.

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