Grainau – Campingresort Zugspitze

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Grainau - Campingresort Zugspitze
Grainau - Campingresort Zugspitze

Wie schon unser Kroatienurlaub im Juni diesen Jahres, war dieser einwöchige Urlaub eine spontane Entscheidung. Es waren noch Urlaubstage zu verplanen und so bot sich die Feiertagswoche an. Zuerst wollten wir entweder in den Harz oder in die Sächsische Schweiz, da wir aber einen Gutschein vom Campingresort Zugspitze hatten, fiel unsere Wahl auf Grainau. Den Gutschein hat Iris übrigens bei einem Gewinnspiel von Camping in Deutschland gewonnen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür. Der Gutschein beinhaltete einen Panoramastellplatz XXL mit Privatbad, inkl. 2 Erwachsenen und 3 Kindern sowie die Kurtaxe. Da wir statt den drei Kindern drei Hunde mitbrachten, waren wir mal auf die Abrechnung gespannt ;-)

Zwei Wochen vor Abreise haben wir den Platz gebucht (vom 09. August bis 16. August 2014) und es waren zu diesem Zeitpunkt auch noch genügend Plätze frei. Da das Wetter bis dato noch nicht so berauschend war, hofften wir, dass es zwei Wochen später wesentlich besser aussah. Doch wir hofften vergebens, das Wetter in unserer Urlaubswoche war sehr durchwachsen und wir hatten auch einen Tag Dauerregen dabei.

Am Donnerstag, 07. August 2014, machten wir unser Wohnmobil startklar, damit wir am Freitag nach der Arbeit direkt abreisen konnten. Freitag Mittag nach Feierabend wurden noch die restlichen Sachen zusammengesucht und im Wohnmobil verstaut und es konnte auch schon losgehen. Wir fuhren bei herrlichem Sonnenschein los, am Dreieck Werneck verließen wir die Autobahn kurz um nochmal zu Tanken und bei McDonalds holten wir uns noch ein paar Burger. Danach starteten wir durch, auf der A7 Richtung Süden. Unser erstes Ziel, den Pflegersee bei Garmisch haben wir abends um halbacht erreicht. Dort befindet sich ein ebener Wanderparkplatz, der sich auch hervorragend für eine Übernachtung eignet. Wir hatten eine ruhige Nacht und am nächsten Morgen wurden wir von der Sonne begrüßt.

Wolkenspiel am Pflegersee
Wolkenspiel am Pflegersee
Kaiserwetter am Pflegersee
Kaiserwetter am Pflegersee

Nach dem Frühstück ging es auch gleich mit den Hunden los. Unsere erste Wanderung führte  uns zur St. Martin Hütte. Direkt am Parkplatz befindet sich eine Informationstafel und links davon kommt man direkt auf den Kellerleitensteig. Der Weg führt zunächst durch den Wald und bietet zwischendurch immer wieder schöne Ausblicke auf Garmisch-Partenkirchen und den Skisprungschanzen. Anfangs verlief der Weg noch recht eben, bis wir auf eine Forststraße treffen, an der wir rechts abbogen. Ab hier ging es stetig bergauf, bis wir die St. Martin-Hütte erreichten. Hier tranken wir was, da wir so früh dran waren, gab es leider noch nichts zu essen. Ich wäre noch gerne weiter bis zur Eisenkanzel, einem Aussichtspunkt, gegangen und evtl. sogar auf den Königstand, der sich von hier sehr gut erreichen ließe, aber Iris mochte am ersten Tag noch keine Mammutwanderung unternehmen ;-) Im Nachhinein war es die bessere Entscheidung, denn schon auf unserem Rückweg zum Pflegersee begann es leicht zu regnen.

Blick auf Garmisch
Blick auf Garmisch
kleiner Wasserfall
kleiner Wasserfall
Blick von der St. Martin Hütte auf Garmisch
Blick von der St. Martin Hütte auf Garmisch
St. Martin Hütte
St. Martin Hütte

Im Anschluß machten wir uns auf den Weg zum 5*-Platz des Campingresort Zugspitze. Das Einchecken ging recht flott und wir fuhren zu unserem zugewiesenen Platz. Dort bauten wir in strömendem Regen unsere Sachen auf und verbrachten, nachdem wir das recht geräumige Privatbad inspiziert hatten, den restlichen Nachmittag im Wohnmobil. Für den Abend kündigten sich noch Freunde an, die auf den Weg in den Süden noch einen Zwischenstopp einlegen mochten. Ab 18 Uhr war Schluß mit Regen und die Sonne kam nochmal raus. Bis spät abends saßen wir nach dem Grillen noch draußen und planten den nächsten Tag.

Der Sonntag war wettertechnisch der schönste Tag unserer Urlaubswoche. Auf dem Programm stand der Eibsee, was sich im Nachhinein nicht als so vorteilhaft erwies, da hätten wir besser einen etwas schlechteren Tag unter der Woche gewählt. Am Parkplatz wurde man von Ordnern eingewiesen und an der Talstation der Zugspitzbahn vorbei befanden sich schon Menschenmassen. Wir liefen im Uhrzeigersinn um den See, die Wege sind schön angelegt und es bietet sich auch immer mal wieder die Gelegenheit, direkt an den See zu gehen. Bei den warmen Temperaturen war das ideal für die Hunde, die sich auch mal abkühlen konnten. Für’s Geocaching kam auch keine richtige Lust auf, denn bei dem Gewusel ist das fast ein Ding der Unmöglichkeit, die Dose ohne großes Aufsehen zu suchen. Nachdem wir die Runde um den See beendet hatten, gingen wir noch auf die „Eibsee-Alm“ um eine Kleinigkeit zu essen. Ich schreibe sie deshalb in Anführungszeichen, da sie meiner Meinung nach den Namen Alm nicht verdient hat, Touristenabfütterbunker trifft es eher. Trotz Hunger konnte ich auf das Grillbuffet verzichten, denn ich hätte gerne eine typische Almbrotzeit gehabt, Iris und unsere Freunde Ralf und Andrea ließen sich das Gegrillte allerdings schmecken.

Eibsee
Eibsee
Prinzessin Shiva braucht eine Abkühlung :-)
Prinzessin Shiva braucht eine Abkühlung :-)
Eibsee
Eibsee
Eibsee
Eibsee
Eibsee
Eibsee

Am späteren Nachmittag fuhren wir mit den Hunden nochmal auf einen Wanderparkplatz an der Loisach, dort konnten sie noch mal Baden und den vorerst letzten Sommertag genießen.

Der Montag war von Dauerregen geprägt. Deshalb fuhren wir gleich den Berggasthof Almhütte an, der auch Windbeutelalm genannt wird, denn dort gibt es die gleichnamige Süßspeise in Riesenportionen. Dort wurden wir allerdings erstmal enttäuscht, denn die Windbeutel gibt es erst ab 14 Uhr. Jetzt mussten wir noch drei Stunden überbrücken, also Regenjacken an und es konnte losgehen. Auf dem Kramerplateauweg gingen wir in nordöstliche Richtung, bis wir auf einen Zuweg zum Kellerleitensteig kommen. Von dort ging es dann wieder zurück zur Windbeutelalm. Wie praktisch, dass wir mit WoMo unterwegs sind, denn wir konnten uns nun trockene Kleidung anziehen :-) Danach aßen wir im Gasthof eine Kleinigkeit zu Mittag, bevor es zur Nachspeise endlich einen Windbeutel gab.

Sauerkirsch-Windbeutel
Sauerkirsch-Windbeutel

Am Nachmittag verabschiedeten wir uns von unseren Freunden Ralf und Andrea, denn sie haben fast noch drei Wochen Urlaub und fahren weiter auf die Insel Cres. Den restlichen Tag verbrachten wir bei weiterhin Dauerregen im WoMo.

Der Dienstag war wettertechnisch besser als erwartet. Wir fuhren auf den Parkplatz am Rießersee und liefen am nördlichen Seeufer Richtung Zielgerade der historischen Olympia-Bobbahn.

Zweierbob von 1982
Zweierbob von 1982

Auf der Bobbahn ging es stetig bergan, am Start der Bobbahn kamen wir dann auf einen Forstweg und wenig später an einen Wegweiser. Nun mussten wir uns entscheiden, entweder zur Tonihütte oder zur Kochelbergalm. Wir entschieden uns für letztere. Auf schönem Steig kamen wir gut voran und konnten immer wieder schöne Ausblicke auf Garmisch und den Wank genießen. Die Kochelbergalm ist schon bald in Sichtweite und wir freuen uns schon auf kühle Getränke und ein kleines Mittagessen. Doch weit gefehlt, am Dienstag ist RUHETAG :-( Enttäuscht zogen wir weiter und liefen hinab zur Talstation der Hausbergbahn und von dort zurück zum Rießersee.

Blick auf Garmisch-Partenkirchen
Blick auf Garmisch-Partenkirchen
Blick auf Garmisch-Partenkirchen
Blick auf Garmisch-Partenkirchen
Ziel in Sichweite - Die Kochelbergalm
Ziel in Sichweite – Die Kochelbergalm
Seehaus am Rießersee
Seehaus am Rießersee

Der Tag war noch jung, und wir beschlossen kurzerhand nach Seefeld/Österreich zu fahren. Nicht zum Stadtbummel, sondern wir wollten jetzt noch in eine Almhütte. Geplant war die Wildmoosalm, gelandet sind wir schließlich an der Lottenseehütte bei Mösern. Als wir aus dem WoMo stiegen, bekamen wir erst mal einen Kälteschock, hier hatte es gerade mal 12°, aber es sind hier auch ca. 500-600 Höhenmeter Unterschied zu Garmisch, das macht sich deutlich bemerkbar. Wir gingen vom Parkplatz zur Hütte und wählten einen Tisch auf der Terrasse. Wir ließen uns eine Brotzeit und einen Leberkäse mit Spiegelei schmecken, dazu gab es Radler und Almdudler :-)
Für die Rückfahrt wählten wir den Weg über Leutasch und erinnerten uns gern an unseren Urlaub vor drei Jahren, als wir im Herbst 2011 volle 10 Tage Sonnenschein und immer über 20° hatten. Zurück am Campingplatz, ruhten wir uns noch ein wenig aus, bevor wir uns mit Facebook-Bekanntschaften trafen, die ebenfalls im Campingresort Zugspitze waren, allerdings auf dem 3*-Platz. Es war ein netter Abend, der definitiv nach Wiederholung schrie.

Lottenseehütte
Lottenseehütte
Lecker :-)
Lecker :-)

Am Mittwoch hatten wir von früh bis Nachmittag Dauerregen, für die Hunde gab es nur eine ganz kurze Runde. Dann machten wir es uns erst mal in unserem WoMo bequem und gemütlich. Als der Regen nachließ, packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren nochmal zum Berggasthof Almhütte. Dort machten wir einen etwas längeren Spaziergang, bevor wir in die Windbeutelalm einkehrten. Wir entschieden uns für Brotzeit und als Nachtisch gab es diesmal einen Walnussbeutel. Da es schon wieder zu Regnen anfing, ging es wieder zurück zum Campingplatz. Den Abend verbrachten wir dann mit Fernsehen, Lesen und Faulenzen.

Der Donnerstag sah schon wieder etwas besser aus, aber ab und zu kamen doch ein paar Tropfen vom Himmel. Wir fuhren zum Pflegersee, unserem ersten Übernachtungsplatz, und von dort nahmen wir die Ruine Werdenfels in Angriff. Es wurde ein Lehrpfad von ca. 3-4 km angelegt und auf mehreren Infotafeln findet man wissenswertes zur Geschichte der Burg. Von der Burg hat man bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht. Wir setzten unseren Weg fort und machten noch einen Abstecher zum Schmölzer See, danach ging es wieder zurück zum Parkplatz. Im Berggasthof Pflegersee kehrten wir noch ein, Iris nahm Sülze und ich ließ mir Biergulasch schmecken. Als Nachspeise gab es noch Zwetschgendatschi mit Sahne :-) Auf dem Weg zum Parkplatz hatten wir noch Glück, aber kaum saßen wir im Auto, regnete es auch schon wieder. So macht es keinen Spaß und wir kehrten zum Campingplatz zurück. Der restliche Tag wurde nicht mehr besser, also war wieder Faulenzen im WoMo angesagt.

Am Eingang der Ruine Werdenfels
Am Eingang der Ruine Werdenfels
Ausblick von der Ruine
Ausblick von der Ruine
Am Schmölzer See
Am Schmölzer See

Unser letzter Urlaubstag sollte dann doch noch ein Highlight beinhalten, so wie wir es vor drei Jahren in Seefeld/Tirol schon hatten. Damals ging es für uns auf die Rotmoosalm, bei bestem Wetter. Wir beobachteten also ein wenig das Wetter, und als die Sonne sich zeigte, entschieden wir, dass wir hoch auf’s Kreuzeck fahren. Das WoMo wurde schnell abfahrbereit gemacht und wir fuhren zum Parkplatz der Talstation Kreuzeck- und Alpspitzbahn. Die einfache Fahrt nach oben kostete 17 € pro Person und 4 € pro Hund (Stand August 2014, alle Angaben ohne Gewähr). Cosmo genoss die Bahnfahrt wie schon letzten Herbst in Südtirol, und auch Yassou riskierte ab und zu mal einen Blick aus dem Fenster. Oben angekommen orientierten wir uns kurz und entschieden uns dann, da es schon wieder bewölkt war, über die Kreuzalm abzusteigen. Vorher allerdings schauten wir uns oben aber noch ein wenig um, denn von hier aus lassen sich einige schöne Wanderungen unternehmen. Wir machten noch ein paar Fotos, danach machten wir uns auf den Weg zur Kreuzalm, welche nicht weit von der Bergstation entfernt ist. Dort kehrten wir ein, denn wir hatten schon wieder Appetit. Iris entschied sich für Leberkäse mit Ei und ich nahm eine kleine Portion Kaiserschmarrn mit Apfelmus. Als wir schon im Aufbruch waren, begann es plötzlich zu regnen, also warteten wir noch ab, bis es wieder nachließ, denn wir hatten noch gut zwei Stunden zu laufen. Zunächst liefen wir flotten Schrittes auf breitem Forstweg hinab, bis der Himmel endlich wieder aufklarte. Jetzt konnten wir das Tempo drosseln, denn die schönen Aussichten wollten auch bewundert werden. Nach etwas weniger als zwei Stunden (inkl. Aussichten genießen) kamen wir wieder an der Talstation an und fuhren zurück zum Campingplatz. Am Abend trafen wir uns zum letzten Mal mit Sabrina und Stefan im Schmölzer Wirt, denn am Samstag heißt es für uns Urlaubsende.

Bergbahn fahren ist schön :-)
Bergbahn fahren ist schön :-)
Während der Fahrt - Blick nach unten
Während der Fahrt – Blick nach unten
Vernebelte Aussicht
Vernebelte Aussicht
Blick zur Kreuzalm
Blick zur Kreuzalm
Blick auf Garmisch
Blick auf Garmisch
Blick Richtung Grainau
Blick Richtung Grainau
Kreuzeckbahn
Kreuzeckbahn
Blick auf Garmisch Richtung Farchant - Rechts der Wank
Blick auf Garmisch Richtung Farchant – Rechts der Wank

Am Samstag Morgen nach dem Frühstück begann es schon während unseres Zusammenpackens wieder zur Regnen. So fiel der Abschied auch nicht zu schwer. Wir checkten aus und hatten noch ein kurzes nettes Gespräch mit dem Campingplatzbetreiber. Unsere Fahrt führte uns durch Österreich, dort tankten wir noch mal voll und bei Lermoos hielten wir auf einem Parkplatz, um noch eine Runde mit den Hunden zu laufen. Auf einem Wegweiser ist die Tuftlalm ausgeschildert und wir gingen in diese Richtung. Später jedoch, war auch die Gehzeit zur Alm ausgeschildert und wir beschlossen, dass wir wieder umkehren, denn 1,5 Std. waren uns bei diesem Wetter einfach zu lang. Zurück am Parkplatz hieß es erst mal Hunde abtrocknen, danach fuhren wir weiter, wie schon auf dem Herweg ging es über die A7 zurück, immer wieder von Regenschauern begleitet.

Fazit: Wir hatten leider etwas Pech mit dem Wetter, aber ansonsten ist Garmisch-Partenkirchen und seine Umgebung auf jeden Fall eine Reise wert. Dort gibt es zig Wandermöglichkeiten und bei gutem Wetter wird einem praktisch nie langweilig. Unsere Wanderungen fielen aufgrund der Wetterlage immer recht kurz aus, und einige Wanderziele, die man vorher so im Kopf hatte, konnten wir gar nicht erst in Angriff nehmen. Da wir mit Hunden reisen, fallen natürlich auch einige Ziele flach, wie z. B. die Höllentalklamm, denn da laufen unsere Fellnasen auf gewissen Bodenbelägen oder Brücken einfach nicht mit.
Unser Stellplatz auf dem Campingresort Zugspitze war in Ordnung, hätten wir allerdings dafür bezahlen müssen (wir hatten ja einen einwöchigen Gutschein), wäre es uns zu teuer gewesen, dafür bietet der Platz einfach zu wenig. Die Privatbäder sind ausreichend groß und jedes Bad hat seine eigene Gastherme. Auch die Sanitäranlagen auf dem Platz sind großzügig bemessen und natürlich topmodern. Leider gibt es vom Platz keine Möglichkeit zu Fuß irgendwo hin zu kommen, über den Fußweg kommt man „nur“ zu Edeka oder Aldi, danach kommt schon die viel befahrene B23. Auch nach hinten raus, Richtung Kreuzeck- u. Alpspitzbahn gibt es keine Möglichkeit, den Platz zu verlassen. So wie wir gehört haben, liegt es wohl an dem Bauern, dem dort die Wiesen gehören. Er möchte das nicht. Mit Hunden somit auch nicht so einfach, denn sie müssen ja auch mal ihr Geschäft verrichten. Wir fuhren deshalb täglich vom Platz.
Im Großen und Ganzen hat es uns in GAP sehr gut gefallen, wir kommen wieder. Dann allerdings nicht ins Campingresort, sondern auf Stellplätze oder wir stehen frei.

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