Im Mai diesen Jahres sind wir bereits das dritte Mal mit dem Wohnmobil nach Ungarn gereist. Bei unserer ersten Wohnmobil-Reise sind wir kreuz und quer durch Ungarn gefahren, bei der zweiten Fahrt haben wir uns nur im Westen des Landes aufgehalten. Jetzt haben wir uns auch mal ein wenig im Süden Ungarns umgeschaut. Auch diesmal hat uns der Reiseführer aus dem WOMO-Verlag* begleitet und hat gute Dienste geleistet.

Einreise nach Ungarn

Die Einreise nach Ungarn gestaltet sich wie immer unproblematisch. Wie schon im Mai letzten Jahres haben wir wieder den kleinen Grenzübergang am Paneuropäischen Picknick genommen und den Parkplatz gleich zu einer Pause genutzt. Es bietet sich einfach an, dort einen kleinen Spaziergang mit den Hunden zu machen.

Romantik Camping Bükfürdö

Stellplatz auf dem Romantik Camping in Bükfürdö
Stellplatz auf dem Romantik Camping in Bükfürdö

Da wir mittlerweile wissen, dass die Ungarn am Wochenende auch gerne Ausflüge machen, steuern wir nach unserer kurzen Pause am Grenzübergang direkt den Romantik Camping in Bükfürdö an. Wir beginnen unsere Wohnmobil-Reise also mit ein paar Tagen Entspannung. Vorher füllen wir allerdings erst mal unsere Vorräte in einem Supermarkt auf. Für die Jahreszeit ist der Campingplatz schon gut besucht, aber im hinteren Teil des Campings sind noch ausreichend Plätze frei. Der Platz ist gut ausgestattet, die sanitären Anlagen waren bei unserem Besuch immer sauber. Den Pool können wir leider nicht nutzen, denn das Wasser ist mit knapp 16 Grad doch noch ziemlich frisch.

Abends gehen wir ins platzeigene Restaurant. Dort gibt es normale Hausmannskost. Am heutigen Samstag wurde ein Alleinunterhalter engagiert und die Gäste haben sichtlich Spaß. Wir ziehen uns bald wieder ans Wohnmobil zurück und genießen schmackhaften ungarischen Wein. Nebenbei können wir einem Rockkonzert, welches in Bükfürdö stattfindet, lauschen.

Spaziergang durch Bükfürdö

Den Sonntag beginnen wir mit einem Spaziergang durch Bükfürdö. Zunächst gehen wir aber auf eine große Wiese, damit sich die Hunde austoben können. Diese erreicht man, wenn man sich bei Verlassen des Campingplatzes rechts hält. Danach schlendern wir durch die Straßen von Bükfürdö und schauen ein wenig in den Geschäften. Später kommen wir noch an den Kneipp-Park und gehen wieder zurück zum Campingplatz. Auf dem Liegestuhl lässt es sich bei den angenehm warmen Temperaturen gut aushalten.

Weiter geht’s zum Kis-Balaton

Am Montag packen wir nach dem Frühstück und einer kleinen Hunderunde alles zusammen. Unser nächstes Ziel ist die Kányavári-Halbinsel am Kis-Balaton. Im letzten Herbst waren wir schon mal dort. Allerdings hatten wir damals ein wenig Zeitdruck, weil es schon frühzeitig dunkel wurde. Auch heute kommen wir erst am Nachmittag am Parkplatz an. Wir zahlen die Parkgebühr und fragen die Kassiererin, ob wir hier übernachten können. Ja, kein Problem :-)

Parkplatz am Kis-Balaton
Parkplatz am Kis-Balaton

Spaziergang auf der Kányavári-Halbinsel

Über die etwas aussergewöhnliche Brücke gelangen wir wie schon im letzten Herbst auf die Kányavári-Halbinsel. Diesmal mit etwas mehr Zeit. Auf dem Naturlehrpfad über Flora und Fauna erkunden wir die Halbinsel in beide Richtungen. Nach unserem kleinen Ausflug in das Naturschutzgebiet machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich und verbringen später eine ruhige Nacht. Auch am nächsten Morgen gehen wir nochmal auf die kleine Halbinsel und drehen eine Runde. Der Himmel ist allerdings wolkenverhangen und kurze Zeit später beginnt es auch schon zu regnen. Deshalb halten wir uns nicht länger hier auf und gehen zurück zu unserem Kasten und machen diesen startklar.

An den Deseda See

Unsere Route führt uns weiter Richtung Kaposvár. Ein paar Kilometer nördlich liegt der Deseda-See, Ungarns längster künstlich angelegter Stausee. Leider regnet es immer noch und man bekommt das Gefühl, es will gar nicht mehr aufhören. Wir beschließen, erst mal hier auf dem Parkplatz im Wohnmobil zu warten. Iris setzt Kaffee auf, danach lesen wir noch ein wenig. Unsere Geduld wird letztendlich belohnt. Am frühen Nachmittag reißt der Himmel auf und es herrscht strahlender Sonnenschein.

Unser Kastenwagen auf dem Parkplatz am Deseda-See
Unser Kastenwagen auf dem Parkplatz am Deseda-See

Wanderung am Deseda-See

Wir fackeln nicht lange und schon stehen wir draußen vor dem Wohnmobil. Die regenfreie Zeit muss genutzt werden. Am Deseda-See entlang überqueren wir später eine kleine Brücke und gelangen so an das andere Ufer. Hier stehen mehrere Erlebnisstationen, die Kindern die Natur näher bringen sollen.

Kurze Zeit später überqueren wir die Landstraße und kommen unserem Ziel, dem Arboretum immer näher. Auch hier gibt es einen Parkplatz, soagar eine öffentliche Toilette. Hier ist auch wesentlich mehr los, als auf der anderen Seite. Einige Angler versuchen ihr Glück. Über eine lange Holzbrücke kommen wir direkt ins Arboretum. Auch hier stehen wieder jede Menge Informationstafeln. Wir drehen eine Runde durch Bäume und Sträucher. Dabei fällt uns auf, dass es noch verbesserungswürdig ist. Es fehlen doch sehr viele Schilder, die die Pflanzen benennen. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Ausflug. Am Ende des Rundweges gibt es noch einen Spielplatz und Tische und Bänke stehen auch bereit. Da die Bänke gerade frisch gestrichen wurden, gehen wir ohne Rast wieder auf demselben Weg zurück zu unserem Parkplatz.

In den Süden Ungarns

Bevor wir uns auf den Weg in den Süden machen, fahren wir noch an das Südufer des Deseda-Sees. Hier schauen wir uns einen Lost-Place-Campingplatz an. Leider habe ich keine Fotos gemacht. Ob er je wieder öffnet, kann ich nicht sagen. Zur Durchfahrt wird er allerdings rege genutzt.

Ins Angler- und Wassersportparadies

Durch herrliche Landschaft fahrend kommen wir nach Orfü. Dort gibt es mehrere Seen. Wir drehen mit dem Wohnmobil eine Runde um den größten der drei Seen. Nach Erkunden der näheren Umgebung entschließen wir uns allerdings zur Weiterfahrt. Warum wir nicht in den Panoramacamping eingecheckt sind, kann ich eigentlich gar nicht beantworten. Die Seen jedenfalls dienen dem Angel- und auch Wassersport. Direkt unterhalb des Panoramacampings befindet sich ein Aquapark. Wir fahren jedenfalls wieder ein Stück zurück und landen in Magyarhertelend auf dem Forrás Camping.

Zwei Tage Forrás Camping

Der Campingplatz wird von einer holländischen Familie betrieben. Wir werden nett empfangen und der Chef zeigt uns auch gleich den besten Platz, damit wir nach dem Regen, der morgen erwartet wird, auch wieder wegkommen. Zudem gibt er auch direkt Auskunft darüber, was man in der näheren Umgebung machen kann. 200 m vom Campingplatz entfernt findet man das Hertelendi Thermalbad mit Saunapark. Wir sind nicht dort gewesen, aber den Bildern nach zu urteilen sieht es sehr schön aus. Auf dem Campingplatz selbst wurde auch ein kleiner eingezäunter Hundeauslauf geschaffen. Das Büfé hatte bei unserem Besuch leider noch geschlossen.

Nach dem Einchecken sitzen wir noch kurz draußen, es wird aber sehr schnell frisch. Wir ziehen uns ins Wohnmobil zurück und kochen was Feines.

Wanderung zum Aussichtsturm

Am nächsten Morgen beobachten wir direkt das Regenradar, denn für heute ist Dauerregen vorhergesagt. Wir frühstücken schnell und dann gehen wir auch gleich mit den Hunden eine Runde. Vorab haben wir über komoot eine kleine Rundwanderung geplant, die uns an einen Aussichtsturm führt. Wir verlassen den Campingplatz und halten uns links. Über einen kleinen Weg gelangen wir auf die Straße. Am Ende der Straße führt geradeaus ein schmaler Pfad direkt zum Wald. Hier wird der Weg wieder breiter und nach einem kurzen, aber knackigen Aufstieg haben wir den Aussichtsturm erreicht. Momentan ist dieser wegen Baufälligkeit gesperrt. Trotzdem hat man rundherum eine prima Aussicht.

Aussicht am Aussichtsturm von Magyarhertelend
Aussicht am Aussichtsturm von Magyarhertelend

Weiter geht es auf angenehmen Wegen, zunächst am Waldrand, dann durch den Wald. Irgendwann müssen wir rechts abbiegen. Hier wird unser Weg deutlich schlechter. Hier finden zur Zeit Holzarbeiten statt und der Regen der letzten Tage tat sein Übriges dazu. Wenn wir nicht wieder zurücklaufen wollen, dann müssen wir da durch. Wir versuchen dem Schlamm so gut wie möglich auszuweichen, aber es klappt nicht wirklich. Unten angekommen haben wir gefühlt 5 kg Schlamm an den Schuhen. Im Dorf angekommen ist es nicht mehr weit bis zum Campingplatz. Zurück am Wohnmobil dauert es auch nicht mehr lange und es beginnt zu regnen. Das sollte sich auch bis abends nicht mehr ändern.

So verbrachten wir den ganzen Tag im Wohnmobil bei Fernsehen, Lesen und Mittagsruhe. Während einer kurzen Regenpause schaffen wir es, schnell mal unter die Dusche zu hüpfen. Danach gibt es Abendessen und der Tag findet langsam sein Ende.

Checkout vom Camping Forrás

Eigentlich ist die Gegend rund um Magyarhertelend und Orfü sehr schön. Sie lädt auch zu schönen Wanderungen ein. Da aber durch den vielen Regen alles aufgeweicht ist, brechen wir hier die Zelte ab. Wir füllen noch unseren Wassertank und leeren das Klo, danach bezahlen wir unseren Platz und unsere Wohnmobil-Reise durch Ungarn geht weiter.

In den Ópusztaszer Heritage Park

Unser nächstes Ziel ist der Ópusztaszer Heritage Park, ein Park über die ungarische Geschichte. Dieser liegt etwa eine halbe Stunde nördlich von Szeged.

Fahrt nach Szeged

Auf unserer Fahrt Richtung Szeged legen wir zwischendurch eine Pause ein um mit den Hunden eine Runde Gassi zu laufen. Wir parken an einem See, genauer gesagt an einem Anglersee, wie soll es auch anders sein :-) Hier ist einiges los. Die Angler sitzen um den See und warten bis ein Fisch anbeißt, während wir gemütlich um den See schlendern. Gegenüber des Parkplatzes befindet sich ein Büfé. Dort bestellen wir einen Kaffee. Gleichzeitig ist es sowas wie eine Touristinfo. Hier gibt es einige Infos über das Dark Valley, wie dieser Ort auch genannt wird. Wir stellen fest, dass es hier auch unzählige Wanderwege gibt. Doch momentan sind diese alle nicht wirklich passierbar.

Wir fahren noch ein Stück weiter ins “Dunkle Tal”, dort gibt es noch einen weiteren Parkplatz. Da die Runde um den See nicht wirklich groß war, nehmen wir die Hunde nochmal mit. Wir sehen uns ein wenig um und stellen fest, es lohnt sich allemal, nochmals wieder zu kommen. Viele Wanderwege, eine Grillplatz und eine Hütte sowie Spielplätze für die Kinder. Es ist alles gepflegt. Leider beginnt es schon wieder zu regnen und wir fahren weiter. Am späten Nachmittag kommen wir am Ópusztaszer Heritage Park an. Die PKW-Parkbuchten sind etwas klein, also fahren wir auf den Busparkplatz.

Parkplatz mitten in der PusztaMittlerweile haben sich die dunklen Wolken auch verzogen und die Sonne kommt raus. Wir erkunden die nähere Umgebung, bevor wir uns eine Kleinigkeit kochen. Anschließend lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Besuch des Parks der ungarischen Geschichte

Wir verbringen eine ruhige und erholsame Nacht auf dem Parkplatz. Da wir schon frühzeitig in den Park wollen, stehen wir auch schon recht früh auf. Nach dem Frühstück machen wir einen größeren Spaziergang mit unseren Hunden. Als wir wieder zurück ans Wohnmobil kommen, füllt sich der Parkplatz schon gut. Auch Reisebusse mit Schulklassen stehen schon hier. Jetzt müssen wir uns ein wenig gedulden bis die Schüler samt Lehrer in den Park gehen.

Da wir uns bereits gestern etwas umgesehen haben und keinen Hinweis auf die Mitnahme von Hunden finden konnten, nehmen wir nur unseren kleinen Gino mit zur Kasse. Yassou und Shiva lassen wir im Wohnmobil. Hier merkt man gleich, dass wohl nicht so viele Touristen herkommen. An der Kasse wird nur ungarisch gesprochen. Das war aber alles kein Problem, sofort wurde eine junge Ungarin geholt, die sehr gutes Englisch spricht. Gino holt sich sogleich auch ein paar Streicheleinheiten ab und darf mit in den Park. Allerdings erst mit Rücksprache. Mit drei Hunden wären wir wahrscheinlich nicht in den Park gekommen. Also vorher erst vorsichtig nachfragen, ob Hund mit darf.

Der 136 ha große Themenpark zeigt die Geschichte Ungarns und das Leben der Menschen in der südlichen ungarischen Tiefebene. Er ist einer der wichtigsten Stätten in Ungarn, denn im Jahr 896 wurde hier das neue und moderne Ungarn gegründet. Highlight des Parks ist wohl das Feszty-Panorama, ein 15 m hohes und 120 m langes Gemälde mit 3D-Effekt. Wir haben darauf verzichtet, da wir abwechselnd hätten gehen müssen. Auch hätten wir erst nach Mittag einen Termin bekommen. So schauen wir uns die anderen Bereiche des Parks an. Am besten hat mir das Freilichtmuseum gefallen. Eigentlich sind die ja alle gleich, trotzdem schaue ich gerne in die alten Häuser und deren Zimmer. Neben Panorama und Freilichmuseum gibt es noch Ausgrabungen eines mittelalterlichen Klosters und Kirchen-Jurten zu sehen.

Gino ist die Parkattraktion

Gino hat es auch gut gefallen, denn für die anderen Besucher ist er die Attraktion. Aus allen Richtungen hören wir immer nur “cuki, cuki”. Jeder freut sich ihn zu sehen. Nun gut, er ist ja auch der einzige Hund im Park ;-) Bevor wir den Park verlassen gehen wir noch an den Imbiss und essen etwas. Kaum sitzen wir am Tisch, wird auch unser Gino bedient. Aus der Küche kommen zwei aufgeplatzte Wiener und Wasser. Er kann sein Glück kaum fassen. Nach dem Essen verlassen wir den Park wieder und Gino erzählt seine Erlebnisse Shiva und Yassou, die brav im Wohnmobil gewartet haben.

Gino
Gino im Park der ungarischen Geschichte

Fahrt an den Velence-See

Nun halten wir uns wieder in nördliche Richtung. Im letzten Jahr sind wir bereits einmal an den Velence-See gefahren. Damals hat es aber wie aus Eimern geschüttet und wir sind direkt weiter. Heute ist es sonnig und rund um den See sind gefühlt 1000e Radfahrer und Spaziergänger unterwegs. Wir fahren deshalb auf einen Parkplatz abseits des Sees.

Da es schon wieder später Nachmittag ist, erkunden wir etwas die nähere Umgebung. Nicht weit vom Parkplatz befindet sich ein Arboretum und wir denken uns, das ist unser morgiges Ausflugsziel. Nur ein paar Meter vom Parkplatz entfernt steht die Kapelle Don-kanyar, die an die Gefallenen des zweiten Weltkrieges erinnert.

Don-kanyar Kapelle
Don-kanyar Kapelle zum Gedenken an die Gefallenen des 2. Weltkriegs

Arboretum oder doch nicht?

Auch der Samstag begrüßt uns mit Sonnenschein. Voller Vorfreude machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Arboretum. Nach etwa 500 m haben wir den Eingang erreicht. Zu unserem Erstaunen finden wir dort allerdings ein Schild “Hunde verboten”. Enttäuscht ziehen wir weiter. Stattdessen laufen wir eine Runde auf dem Trimm-Dich-Pfad.

Wieder am Parkplatz stellen wir fest, es ist Wochenende. Der Parkplatz ist voll und es kommen noch mehr. Wir packen schnell alles zusammen, bevor wir nicht mehr vom Parkplatz kommen.

Auf nach Siófok

Wir beschließen, die nächsten zwei Tage auf einem Campingplatz zu verbringen. Wir fahren an die Südseite des Balaton nach Siófok auf den Siócamping. Der Platz wurde 2018 erst von den neuen Besitzern übernommen. Hier ist noch viel Arbeit nötig, um den Platz auf den aktuellen Stand zu bringen. Momentan erwartet einen noch Ostblockcharme. Neue Apartments und Blockhütten sind schon im Bau und sehen sehr schön aus.

Relaxen auf dem Siócamping

Uns stört der Ostblockcharme nicht und wir richten uns gemütlich auf eine mit Hecken abgetrennte Parzelle ein. Abends gehen wir direkt in die Piazza pizzeria sóstó. Nach der leckeren Pizza schauen wir uns noch das örtliche Strandbad an. Dort können wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten. Anschließend gehen wir wieder zurück zum Campingplatz.

Auch den Sonntag verbringen wir den ganzen Tag hier auf dem Platz. Für den Nachmittagskaffee backe ich einen Kuchen im Omnia. Abends sitzen wir mit Dauercampern aus Österreich zusammen.

Sonntagskuchen
Unser Sonntagskuchen – Rührkuchen mit Apfelstücken

Am Montag füllen wir noch unseren Wassertank, bezahlen unseren Platz und verlassen den südlichen Balaton.

Ans Nordufer des Plattensees

Gegen den Uhrzeigersinn fahren wir um den Balaton. An der Halbinsel Tihany legen wir einen Stopp ein. Direkt neben der Strasse 71 befindet sich ein Wanderparkplatz. Da wir die letzten beiden Tage nicht so viel zu Fuß unterwegs waren, bietet sich eine kleine Wanderung an. Auf dem Parkplatz gibt es Wandermarkierungen, die zum Örtorony Aussichtsturm führen. Diesen folgen wir. Über Wiesen kommen wir an die Apáti Kirche, der letze Überrest der Siedlung Apáti. Während der türkischen Besetzung wurde das Dorf und auch die Kirche zerstört. Letztere wurde aber wieder aufgebaut.

Kirche der zerstörten Siedlung Apati
Kirche der zerstörten Siedlung Apati

Ab jetzt führt uns das Wanderzeichen durch den Wald. Teilweise geht es steil nach oben und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. An einer Wegspinne auf einer Lichtung finden wir wieder Wegweiser, wir folgen dem zum Aussichtsturm. Oben angekommen bieten wir den Hunden erst mal etwas Wasser an. Und auch wir freuen uns über unsere mitgebrachte Erfrischung. Dann steigen wir abwechselnd auf den Turm und genießen die wirklich grandiose Aussicht in das Sumpfgebiet bis zur Abtei Tihany. Anschließend gehen wir wieder auf selbem Weg zurück zum Parkplatz.

Aus der Wanderung könnte man auch eine schöne Rundwanderung machen. Es gibt noch einige Ziele, die man ansteuern könnte. Uns ist es dafür aber heute zu warm. Vielleicht bei einem unserer nächsten Besuche in Ungarn.

Camping Nápfeny in Révfülöp

Wir fahren noch ein wenig durch das Balaton-Hinterland und checken dann in den Camping Nápfeny in Révfülöp ein. Eigentlich will uns der junge Mann an der Rezeption einen sehr guten Platz in zweiter Reihe geben, allerdings ist das nicht mit unserem Gino vereinbar. Er kann immer noch keine anderen Artgenossen neben sich dulden. Wir nehmen uns eine Parzelle auf dem östlichen Teil des Campingplatzes und verbringen einen erholsamen und entspannten Nachmittag. Abends gehen wir noch ins Restaurant.

Der Camping Nápfeny ist unserer Meinung nach einer der besten Campingplätze rund um den Balaton. Er bietet alles, was man braucht. Dadurch ist er auch hervorragend für Familien mit Kindern geeignet. Egal ob Lebensmittelladen, Souvenirladen, Friseur, Massage, Kinderpool, ein Restaurant und eine sehr schöne und gepflegte Liegewiese. Alles vorhanden. Ein kleines Manko für uns Hundebesitzer sind die eingeschränkten Gassigehmöglichkeiten. Auf dem Platz gibt es auch viele Mietobjekte, leider sind in keinem der Mobilheime Hunde erlaubt. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf.

Geologischer Park Hegyestű

Am nächsten Tag checken wir aus und fahren an den geologischen Park Hegyestű. Die Anfahrt erfolgt auf geteerter Straße, ist aber trotzdem etwas abenteuerlich. Teilweise nur einspurig führt die Straße nach oben. Da hat man immer im Kopf, hoffentlich kommt uns jetzt nichts entgegen ;-) Wir haben Glück und ohne Gegenverkehr kommen wir an den Parkplatz. Nach Bezahlung eines kleinen Obulus von 800 Forint pro Person darf man auf den Parkplatz fahren.

Über ein paar Stufen gelangt man direkt in den Vulkankrater. Hier sieht man mehrere Gesteinsarten, die auch durch eine Plakette beschriftet sind. Außerdem gibt es einige Informationstafeln, die die Geschichte des Vulkans erzählen. Wir steigen noch bis zur Spitze des Hegyestű und genießen eine wunderbare Aussicht auf den Balaton. In dem Gebäude des ehemaligen Steinbruchs findet man Informationen über den Basaltberg.

An das Nordwestufer des Balaton

Nach der Besichtigung des geologischen Parks setzen wir unsere Wohnmobil-Reise durch Ungarn fort. Wir fahren an das Nordwestufer des Plattensees. Im letzten Jahr waren wir schon mal an der “Großen Wiese”, ein riesiger Picknickplatz und Ausgangspunkt für viele Wanderungen. Dort fahren wir jetzt noch mal hin. Die Hunde kriegen hier noch ein bisschen Bewegung und nach unserer Runde auf dem Trimm-Dich-Pfad machen wir ein kleines Picknick.

Camping Gärtnerhof in Keszthely

Viele schwärmen vom Camping Gärtnerhof in Keszthely. Also wollen wir uns diesen mal anschauen. Wir werden freundlich empfangen und es wird auch alles erklärt, wo was zu finden ist. Das Sanitärgebäude ist tip top, da gibt es nichts zu meckern. Der Pool wird gerade erst saisonfertig gemacht und ist deshalb noch nicht nutzbar. Die Straße, die am Camping vorbeiführt ist allerdings sehr laut. Von früh um 6 bis Mitternacht herrscht dort reger Verkehr.

Am späten Nachmittag machen wir noch einen kleinen Spaziergang an den Hafen von Keszthely. Wir gönnen uns ein Eis und später noch Lángos. So brauchen wir später auch nichts mehr kochen :-)

Am Hafen von KeszthelyDa wir vom Straßenlärm etwas genervt sind, fahren wir nach einer Nacht schon wieder weiter. Eigentlich wollen wir uns den Wochenmarkt ansehen, aber dort ist es so überfüllt und in direkter Nähe ist auch kein Parkplatz mehr zu bekommen, zumindest nicht mit dem WoMo.

Wellness Park Camping Gyenesdiás

Wir beratschlagen kurz, was wir die letzten Tage noch unternehmen möchten. Ein paar Tage entspannen finden wir gut und wir müssen dafür auch gar nicht weit fahren. In Gyenesdiás finden wir den Wellness Park Camping und finden dort himmlische Ruhe. Der Platz liegt nicht direkt am See, hat aber dafür auch einen Pool. Uns gefällt es hier. Während unseres Besuchs hat das Restaurant leider noch geschlossen.

Wellness Park Camping GyenesdiásFür die nächsten zwei Tage machen wir es uns hier gemütlich. Nur für ein paar Gassirunden verlassen wir den Platz. Einmal laufen wir in östliche Richtung zur Marina. Dort gönnen wir uns einen Kaffee. Ein anderes Mal laufen wir in die entgegengesetzte Richtung und können dort unser erstes Hekk-Filet probieren. Was sollen wir sagen, es war einfach lecker.

Nach zwei Tagen brechen wir auch hier die Zelte ab. Jeder Urlaub findet mal ein Ende. So auch dieser.

Heimreise

Wir bezahlen unseren Platz und fahren schon recht früh los, da wir heute auf jeden Fall noch nach Deutschland wollen. In Ungarn selbst geht es anfangs noch etwas holprig voran, sobald wir in Österreich aber auf der Autobahn sind, geht es zügig vorwärts. Fast schon traditionell fahren wir den Wohnmobilstellplatz in Landau an der Isar an. Er liegt zwar nicht direkt auf der Strecke, da er uns aber gut gefällt, nehmen wir den Umweg in Kauf.

Wir machen noch einen schnellen Spaziergang an der Isar entlang und holen uns zum Abendessen was aus dem FastFood-Restaurant. Bevor wir am nächsten Tag nach Hause fahren, geht es natürlich noch mal mit den Hunden an die Isar und im Anschluss holen wir uns frische Brötchen aus der nahe gelegenen Bäckerei. Dann heißt es, Wohnmobil fahrbereit machen und zurück auf die Straße. Gegen Mittag trudeln wir Zuhause ein.

Fazit unserer Wohnmobil-Reise nach Ungarn

Das war jetzt schon unsere dritte Wohnmobil-Reise nach Ungarn. Und es hat uns wieder gut gefallen. Da wir eher die Slow-Traveller sind, haben wir natürlich noch lange nicht alles gesehen, was wir sehen möchten. Teilweise ist daran aber auch das Wetter schuld. In diesem Urlaub hat es entweder geregnet, so dass man kaum etwas unternehmen konnte. Oder es war gleich zu warm, um größere Wanderungen zu machen. Fakt ist, auch dieses Mal waren wir nicht das letzte Mal in Ungarn. Wir werden wieder hinfahren. Auch dieses Mal konnten wir uns aus unserem Wohnmobilführer* einige Inspirationen holen. Dazu nutzen wir noch den Reiseführer “Ungarn”* aus dem Reise Know-How Verlag.


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